
Arbeitsmotivation: Mit diesen 9 Tipps bleibst Du motiviert am Arbeitsplatz!
Arbeitsmotivation: Das Wichtigste in Kürze
Welche Motivationstypen gibt es?
Es gibt verschiedene Motivationstypen, die sich in ihren individuellen Antriebskräften unterscheiden. Häufig werden sie in Kategorien wie intrinsische Motivation (z. B. Freude an der Aufgabe, persönliches Wachstum) und extrinsische Motivation (z. B. Belohnungen, Anerkennung oder Status) unterteilt. Modelle wie das DISG-Modell definieren zudem persönlichkeitsbezogene Motivationstypen: rote Typen sind ergebnis- und wettbewerbsorientiert, blaue Typen suchen Struktur und Perfektion, grüne Typen streben nach Harmonie und sozialen Bindungen, während gelbe Typen durch Kreativität und Abwechslung inspiriert werden.
Was hilft dabei, die Arbeitsmotivation zu steigern?
Es gibt verschiedene Praktiken, die Dir dabei helfen, Deine Arbeitsmotivation zu verbessern. Dazu zählen zum Beispiel:
- SMART-Ziele setzen: Klare Ziele geben Richtung und Sinn.
- Rituale entwickeln: Beginne den Tag mit einer Morgenroutine, die Dir Energie gibt.
- Arbeitsplatz optimieren: Ein ordentlicher und inspirierender Arbeitsplatz kann die Konzentration fördern.
- Ablenkungen minimieren: Nutze Tools oder plane eine "No-Distraction-Zeit".
Welche Tools sorgen für Motivation bei der Arbeit?
Folgende Tools können Deine Motivation bei der Arbeit steigern:
- Produktivitäts- und Organisations-Tools wie Trello, Asana oder Notion
- Zeitmanagement -und Fokus-Tools wie Pomodoro-Apps
- Kommunikations- und Kollaborationstools wie Slack, Microsoft Teams oder Miro
- Motivations- und Feedback-Apps wie Motivation Daily Quotes
- Gesundheits- und Wellness-Apps wie Headspace, 7Mind oder Calm
Was motiviert Arbeitnehmer:innen?
Verschiedene aktuelle Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Geld deutsche Arbeitnehmer:innen zwar motiviert, andere Faktoren wie Kolleg:innen und das Umfeld, in dem gearbeitet wird, aber ebenfalls äußerst wichtig sind.
Der vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Gallup ermittelte Engagement Index für Deutschland 2023 zeigt, dass nur 14 Prozent der befragten Mitarbeitenden eine emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen haben. Das wirkt sich negativ auf die Motivation aus. Denn mehr als 7,3 Millionen Beschäftigte haben laut der Studie bereits innerlich gekündigt.
Die Studie von AVANTGARDE Experts zum Thema Mitarbeiterzufriedenheit belegt, dass trotz der Meinung, Geld spiele eine untergeordnete Rolle, viele Mitarbeiter:innen durch monetäre Vorteile motiviert werden können. Die folgenden 5 Faktoren motivieren Arbeitnehmer:innen, im aktuellen Job zu bleiben:
- Gehaltserhöhung: 43 Prozent
- Flexiblerer Arbeitsort/Homeoffice: 22 Prozent
- Höhere Position im Unternehmen/Beförderung: 22 Prozent
- Eine Führungskraft, die mich fördert und von der ich lernen kann: 21 Prozent
- Flexiblere Arbeitszeiten: 21 Prozent
Doch auch wenn am Arbeitsplatz nicht allesrund läuft, kannst Du Dich und andere immer wieder motivieren! Aber wie gelingt das? Wir geben Dir im Folgenden Antworten darauf und helfen Dir, motivierter in Deinem Job zu sein.
Welcher Motivationstyp bist Du?
Hast Du bereits mit vielen unterschiedlichen Kollegen oder Kolleginnen zusammengearbeitet, hast Du Geschwister oder eine Weile einen Mannschaftssport betrieben, dann weißt Du: Nicht alle Menschen sind auf die gleiche Weise zu motivieren. Wir geben Dir einen Überblick über unterschiedliche Motivationstypen. Die Businesscoach Nina Klöckner spricht in einem Interview mit dem Magazin Impulse von drei verschiedenen Motivationstypen:
Motivationstypen in der Persönlichkeitstheorie – Rot, Blau oder Grün?
Die Unterscheidung von Motivationstypen orientiert sich häufig auch an Persönlichkeitstheorien, insbesondere an Modellen wie dem DISG-Modell oder anderen farbcodierten Ansätzen.
1. Der rote Motivationstyp
Steht für Dominanz und Ergebnisorientierung.
Merkmale: Zielstrebig, durchsetzungsstark, wettbewerbsorientiert.
Motivation durch:
- Herausforderungen und klare Ziele
- Autonomie und Entscheidungsmacht
- Schnelle Ergebnisse und sichtbare Erfolge
- Wettbewerbssituationen oder Vergleich mit anderen.
Beispiel: Vertriebsmitarbeiter:inen Sales Consultants, Führungspersonen, die durch Verkaufszahlen, Boni und Ergebnisse motiviert werden
2. Der blaue Motivationstyp
Steht für Sorgfalt und Detailorientierung.
Merkmale: Strukturiert, genau, analysierend, regelkonform.
Motivation durch:
- Klare Regeln, Prozesse und Strukturen
- Präzise Vorgaben und hohe Qualität
- Daten, Fakten und Nachweise, die Sicherheit geben
- Möglichkeiten, analytische Fähigkeiten einzusetzen
Beispiel: Ingenieur;innen, die motiviert sind, perfekte Lösungen für komplexe Probleme zu finden.
3. Der grüne Motivationstyp
Steht für Harmonie und Teamorientierung.
Merkmale: Loyal, empathisch, hilfsbereit, kooperativ.
Motivation durch:
- Eine harmonische Arbeitsatmosphäre.
- Wertschätzung und Unterstützung von Kolleg:innen.
- Langfristige Beziehungen und soziale Bindungen.
- Die Möglichkeit, anderen zu helfen oder einen positiven Beitrag zu leisten.
Beispiel: Eine Pflegekraft, die durch den Dank der Patient:innen und das Gefühl der Nützlichkeit motiviert wird.
4. Der gelbe Motivationstyp
Steht für Optimismus und Kreativität.
Merkmale: Begeisterungsfähig, kommunikativ, kreativ.
Motivation durch:
- Freiheit und Raum für Kreativität
- Neue Ideen, Projekte und Innovationen
- Soziale Interaktionen und positive Bestätigung
- Dynamische, abwechslungsreiche Arbeitsumgebungen
Beispiel: Ein Marketing-Profi, der durch kreative Kampagnen und Lob motiviert wird.

Wie unterscheiden sich die Motivationstypen in der Praxis?
Jeder Motivationstyp bevorzugt andere Arbeitsbedingungen und Belohnungen:
- Roter Typ will Einfluss und Ergebnisse
- Blauer Typ braucht Sicherheit und Genauigkeit
- Grüner Typ sucht Zugehörigkeit und Harmonie
- Gelber Typ strebt nach Inspiration und Flexibilität
Finde Deinen Motivationstyp heraus
Dein Motivationstyp hilft Dir, Deine persönlichen Antriebskräfte besser zu verstehen und gezielt zu nutzen. Wenn Du weißt, was Dich motiviert – sei es Anerkennung, kreative Freiheit, klare Strukturen oder das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun – kannst Du Deine Arbeit und Dein Umfeld so gestalten, dass sie Deine Energie und Begeisterung fördern. Außerdem kannst Du gezielt Strategien entwickeln, um Demotivation entgegenzuwirken und Deine Stärken effektiver einzusetzen. Das Wissen um Deinen Motivationstyp unterstützt Dich dabei, in Beruf und Privatleben nachhaltiger erfolgreich und zufrieden zu sein.
Arbeitsmotivation nach Branchen
Die Arbeitsmotivation unterscheidet sich ebenfalls je nach Job und Branche. Wir werfen einen Blick auf drei verschiedene Beispiele.
IT und Technologie
Motivationsfaktoren:
- Kreative Freiheit und Möglichkeiten, neue Lösungen zu entwickeln
- Agilität und dynamisches Arbeitsumfeld
- Attraktivität von Cutting-Edge-Technologien
Demotivierend: Stillstand und fehlende Innovationskultur
Laut der Arbeitszufriedenheits-Studie von AVANTGARDE Expertswird der Umgang von Unternehmen mit den folgenden Themen in dieser Branche als besonders positiv empfunden (Angaben eher gut bis sehr gut):
- Feedback: 69 Prozent
- Innovation: 68 Prozent
- Beruf und Familie: 77 Prozent
- Bedürfnisse: 65 Prozent
- Diversität: 75 Prozent
- Flexibles Arbeiten: 79 Prozent
- Umwelt: 64 Prozent
Du bist auf der Suche nach einem Job in einem innovativen Unternehmen?
AVANTGARDE Experts vermittelt Dir spannende Jobs in den Branchen Mobility, Tech und Energy. Starte zum Beispiel als Ingenieur:in in Zeitarbeit durch.
Auch bei uns legen wir Wert auf eine gute Innovationskultur. Komm in unser Team als Recruitment Consultants oder Sales Consultants.
Automobilbranche
Motivationsfaktoren:
- Innovationskraft durch neue Technologien wie Elektromobilität und autonomes Fahren
- Hohe Identifikation mit der Marke und Stolz auf die Produktqualität
- Stabile Karriereperspektiven
Demotivierend: Mangelnde Flexibilität bei Arbeitszeiten und -modellen und starke Marktschwankungen
Kreative Branchen (z. B. Kunst, Medien, Design)
Motivationsfaktoren:
- Freiheit, kreative Projekte umzusetzen
- Sichtbarkeit der eigenen Arbeit und Anerkennung durch ein Publikum
- Flexibilität und abwechslungsreiche Aufgaben
Demotivierend: Unsicherheiten, wie unregelmäßige Einkünfte oder starke Abhängigkeit von Kundenmeinungen

9 Tipps für mehr Motivation bei der Arbeit
Sich selbst zu motivieren ist manchmal schwer, aber mit ein paar Tricks kann es trotz privatem Stress, einem übergeschwappten Cappuccino in der Bahn oder einer Beschwerde vom Chef gelingen. Wir geben Dir 9 Tipps, wie Du Dich am Arbeitsplatz motivieren kannst.
1. Ziele setzen
Setze Dir SMARTe-Ziele, die spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden sind. Klare Ziele geben eine Richtung und schaffen Sinn. Reflektiere ebenfalls, wie Deine Arbeit zu einem größeren Ziel beiträgt, sei es für Dein Unternehmen, die Gesellschaft oder Deine persönliche Entwicklung.
2. Umfeld gestalten und optimieren
Optimiere Deinen Arbeitsplatz. Ein ordentlicher und inspirierender Arbeitsplatz kann die Konzentration fördern. Minimiere Deine Ablenkungen. Nutze dazu Tools wie Fokus-Apps oder plane eine "No-Distraction-Zeit", in der Du Dich von Handy, Kolleg:innen & Co. nicht ablenken lässt.
3. Mentale Gesundheit stärken
Nutze Entspannungstechniken wie Yoga oder Atemübungen. Bei der Auswahl der passenden Techniken helfen Dir auch KI-Tools. Schreibe täglich zwei bis drei Dinge auf, für die Du dankbar bist, um Deinen Fokus auf das Positive zu lenken.
4. Belohnungssysteme schaffen
Feiere kleine Erfolge, z. B. mit einer Kaffeepause oder einem kurzen Spaziergang. Lege eine Technologie-Detox-Zeit ein. Plane dafür 10 bis 15 Minuten ohne Bildschirm, um Dich aktiv zu entspannen, z. B. durch Stretching oder eine kurze Meditations-Session.
Plane größere Belohnungen für das Erreichen wichtiger Meilensteine, wie ein schönes Essen oder eine kleine Feier mit dem Team.
5. Verantwortung übernehmen
Übernimm Verantwortung für Deine Aufgaben und entscheide selbst, wie Du sie angehst. Wenn möglich, integriere flexible Arbeitszeiten oder -orte, um Motivation und Wohlbefinden zu steigern.

6. Lernen und Wachstum fördern
Setze Dir das Ziel, regelmäßig etwas Neues zu lernen. In unserem Magazin stellen wir Dir passende Weiterbildungsmöglichkeiten im Beruf vor. Nutze konstruktives Feedback, um Dich zu verbessern und Erfolge bewusster wahrzunehmen.
7. Ziele teilen
Teile Deine Ziele mit Kolleg:innen oder Freund:innen, um zusätzliche Motivation durch soziale Verantwortung zu erhalten. Umgib Dich mit Menschen, die genauso ambitioniert sind wie Du. Der Austausch mit inspirierenden Persönlichkeiten kann Wunder wirken und Deine Motivation auf ein neues Level heben.
8. Positive Gewohnheiten etablieren
Beginne den Tag mit einer Morgenroutine, die Dir Energie gibt, z. B. Bewegung, Meditation oder Journaling. Arbeite in kurzen, intensiven Intervallen (z. B. 15 Minuten) und mache danach eine kurze Pause.
9. Reflektieren und Strategie anpassen
Überlege am Ende des Tages, was gut gelaufen ist und was Du verbessern kannst. Erlaube Dir dabei, Deine Strategien zu überdenken und anzupassen, wenn sie nicht funktionieren.
Praktische Tools für mehr Arbeitsmotivation
Es gibt viele Tools, die helfen, Deine Arbeitsmotivation zu steigern, indem sie Organisation, Konzentration, Feedback und persönliche Entwicklung fördern. Hier sind einige der effektivsten:

Produktivitäts- und Organisations-Tools
- Trello: Ein visuelles Projektmanagement-Tool, um Deine Aufgaben in Kanban-Boards zu organisieren. Damit schaffst Du Klarheit bei der Arbeit und erleichterst Dir die Priorisierung.
- Asana: Ideal für Deine Aufgabenverfolgung und Teamprojekte, mit Funktionen zur Zielsetzung und Fortschrittsüberwachung.
- Notion: Ein vielseitiges Tool für Deine Notizen, Aufgabenlisten, Wissensmanagement und persönliches Ziel-Tracking.
Zeitmanagement und Fokus-Tools
- Forest: Fördert Deinen Fokus und Deine Produktivität durch Gamification – je länger Du fokussiert bleibst, desto mehr virtuelle Bäume pflanzt Du.
- Pomodoro-Apps (z. B. Focus Booster, Toggl Track): Unterstützen die Pomodoro-Technik, bei der Du in intensiven Arbeitsphasen und kurzen Pausen arbeitet.
Ablenkungsblocker
- Cold Turkey: Blockiert ablenkende Websites und Apps während Deiner Arbeitszeit.
- Freedom: Erlaubt es Dir, Fokus-Zeiten festzulegen, in denen Du nicht auf bestimmte Seiten zugreifen kannst.
Kommunikations- und Kollaborationstools
- Slack: Fördert die effiziente Kommunikation und Zusammenarbeit in Deinem Team. Mit Integrationen wie „Celebration Bots“, die Erfolge feiern.
- Microsoft Teams: Kombiniert Messaging, Videoanrufe und Aufgabenmanagement für eine kollaborative Arbeitsumgebung.
- Miro: Ein kollaboratives Whiteboard-Tool, das Dich beim Brainstorming und kreativen Arbeiten unterstützt.
Motivations- und Feedback-Apps
- BetterUp: Bietet Coaching und Unterstützung für Deine persönliche und berufliche Entwicklung.
- Motivation Daily Quotes: Eine App, die Dir täglich inspirierende Zitate liefert.
Gesundheits- und Wellness-Apps
- Headspace, 7Mind oder Calm: Bietet Meditation und Achtsamkeit, die Dich bei der Stressbewältigung unterstützen und Deine mentale Stärke fördern.
- Stand Up! The Work Break Timer: Erinnert Dich, regelmäßig aufzustehen und Pausen zu machen, um Energie zu tanken.
Tools zur Ziel- und Erfolgskontrolle
- Todoist: Ein leistungsfähiges Tool für Deine Aufgaben- und Zielverwaltung mit Priorisierung und Belohnungssystem.
- OKR-Tools (z. B. Perdoo): Unterstützen Dich bei der Festlegung und dem Verfolgen von Zielen auf persönlicher oder Team-Ebene.
- RescueTime: Analysiert Deine Arbeitszeit und hilft, Zeitfresser zu identifizieren.
Arbeitsmotivation – Dein Schlüssel zu persönlichem und beruflichem Erfolg
Arbeitsmotivation ist ein zentraler Faktor für Deine individuelle Zufriedenheit und Leistung am Arbeitsplatz. Tools wie Produktivitäts-Apps, Gamification-Plattformen oder Zeitmanagement-Methoden unterstützen Dich dabei.
Ebenso wichtig ist es, Dich selbst zu verstehen: Welche Aspekte der Arbeit geben Dir Energie und Sinn? Eine Mischung aus Sinnhaftigkeit, persönlicher Entwicklung und Anerkennung schafft langfristige Motivation.
Möchtest Du mehr über Arbeitsplatzmotivation erfahren, dann informiere Dich auch in unseren Magazinartikeln zum Thema Mitarbeiter:innen motivieren oder richtige Mitarbeiterführung. Und wenn Du Dich für einen Wechsel entscheidest, findest Du in den AVANTGARDE Experts Jobs bestimmt eine passende neue Stelle.
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