Recruiter beim Global Recruiting

Global Recruiting: Warum die besten Talente weltweit auf Sie warten

Der Fachkräftemangel in Deutschland ist real: Bis 2035 gehen rund 13 Millionen Erwerbstätige in Rente. Gleichzeitig suchen weltweit 800 Millionen Menschen berufliche Chancen im Ausland. Unternehmen, die sich frühzeitig mit Global Recruiting befassen, sichern sich einen eindeutigen Vorteil im „War for Talents“. Doch wie lassen sich internationale Talente gezielt gewinnen und langfristig binden?
21
März
2025

Global Recruiting: Das Wichtigste in Kürze

Global Recruiting bezeichnet die gezielte Gewinnung internationaler Fachkräfte zur Besetzung schwer vermittelbarer Stellen im Inland. Dabei sind effiziente Rekrutierungsprozesse, nachhaltige Integration und ein starkes Employer Branding entscheidend, um Talente langfristig zu binden und im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein.

Global Recruiting ist wichtig, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und qualifizierte Talente für schwer zu besetzende Stellen zu gewinnen. Es ermöglicht Unternehmen, international nach passenden Mitarbeitenden zu suchen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Zudem fördert es Vielfalt und neue Perspektiven im Unternehmen.

Global Recruiting ermöglicht Unternehmen den Zugang zu einem größeren, vielfältigeren Talentpool und stärkt ihre Innovationskraft. Um international erfolgreich zu rekrutieren, sind vier Strategien zentral:

  • Internationale Talentpools nutzen: Kombination aus globalen Jobplattformen, Uni-Kooperationen, spezialisierten Headhuntern und Expat-Netzwerken.
  • Optimierte Relocation-Prozesse: Unterstützung bei Visa, Umzug, Wohnungssuche und Behördenwegen.
  • Kulturelle Integration fördern: Interkulturelle Trainings, englische Unternehmenssprache, Mentoring und Unterstützung für Familien.
  • Nachhaltige Karriereentwicklung: Klare Karrierepfade, Weiterbildungen, hybride Arbeitsmodelle und Einbindung in Führungspositionen.

Was ist Global Recruiting?

Global Recruiting bedeutet, internationale Fachkräfte gezielt anzuwerben, um schwer zu besetzende Stellen im Inland erfolgreich zu besetzen. Entscheidend sind dabei effiziente Rekrutierungsprozesse – also klare Strategien zur Identifizierung und direkten Ansprache internationaler Talente.

Ebenso wichtig ist die nachhaltige Integration: Wer langfristig im Unternehmen bleiben soll, muss nicht nur fachlich, sondern auch kulturell und sozial gut eingebunden werden. Darüber hinaus spielt das Employer Branding eine zentrale Rolle. Denn nur Unternehmen, die sich als attraktive Arbeitgeber präsentieren, können sich im globalen Wettbewerb um Talente durchsetzen.

Die internationale Personalberatung YER mit Hauptsitz in den Niederlanden hat sich auf globales Recruiting spezialisiert. Durch den Zusammenschluss mit Avantgarde Experts und Staffxperts baut YER seine Präsenz im deutschen Markt auf und stärkt sein Netzwerk in zukunftsfähigen Branchen wie Tech, Mobility und Energie. Die Grundlage für diesen Artikel bildet unter anderem der aktuelle Report von Staffxperts zur internationalen Fachkräftegewinnung, der hier als PDF heruntergeladen werden kann. 

Im Sommer 2025 werden AVANTGARDE Experts und Staffxperts gemeinsam zu YER Deutschland.

Employer Branding: Warum eine starke Arbeitgebermarke entscheidend ist

Ausländische Expert:innen treffen ihre Entscheidung sowohl für ein Land als auch für Unternehmen, die sie besonders ansprechen. Eine starke Arbeitgebermarke erleichtert die Rekrutierung und langfristige Bindung. Erfolgsfaktoren sind: 

  • Klare Positionierung als internationaler Arbeitgeber – Unternehmen sollten ihre globale Ausrichtung betonen, z. B. durch multikulturelle Teams und flexible Arbeitsmodelle.
  • Transparente Kommunikation – Karrieremöglichkeiten, Unternehmenskultur und Benefits für internationale Fachkräfte müssen klar und verständlich dargestellt werden.
  • Optimierte Karriereseiten & Stellenanzeigen – Mehrsprachige Inhalte (mindestens Englisch) und interkulturelle Aspekte sollten berücksichtigt werden.
  • Authentische Testimonials – Erfahrungsberichte internationaler Mitarbeitender schaffen Vertrauen und zeigen, wie Integration im Unternehmen konkret funktioniert.

Bewerbungsgespräch beim Global Recruiting

Warum Deutschland für internationale Fachkräfte attraktiv ist

Deutschland zählt zu den Top-5-Zielländern für internationale Fachkräfte – und das aus guten Gründen:

  • Exzellente Karrieremöglichkeiten in gefragten Branchen wie IT, Ingenieurwesen und Gesundheitswesen.
  • Gute Verdienstmöglichkeiten im weltweiten Vergleich.
  • Renommierte Universitäten und praxisnahe Ausbildungsprogramme, insbesondere für technische Berufe. Neun deutsche Universitäten gehören laut dem Times Higher Education (THE) World University Ranking zu den Top 100 weltweit.
  • Vereinfachte Visa-Prozesse für Hochqualifizierte durch die „Blaue Karte EU“.
  • Hohe Lebensqualität mit umfassendem Sozialsystem, moderner Infrastruktur und stabiler Wirtschaft.

Besonders Hochschulabsolvent:innen aus dem Ausland schätzen Deutschland als Arbeitsmarkt: Fast jeder fünfte Studierende an deutschen Universitäten stammt aus dem Ausland, und rund 46 % der internationalen Studierenden bleiben auch zehn Jahre nach ihrem Abschluss.

Die größten Hürden beim Global Recruiting – und wie Unternehmen sie lösen können

Trotz der Attraktivität Deutschlands als Arbeitsstandort gibt es zahlreiche Herausforderungen, die Unternehmen bei der Anwerbung internationaler Fachkräfte beachten müssen. Diese Hürden bestimmen mit, ob sich qualifizierte Talente langfristig für Deutschland oder alternative Zielländer wie die Niederlande, Kanada oder die USA entscheiden.

Bürokratische Hürden: Visaprozesse und Arbeitserlaubnisse

Obwohl das Fachkräfteeinwanderungsgesetz Erleichterungen geschaffen hat, bleiben Visa-Prozesse und Arbeitserlaubnisse oft komplex und langwierig. Die bürokratischen Anforderungen können den Start für internationale Talente erschweren und den Rekrutierungsprozess erheblich verzögern.
 

Sprachbarriere: Ein Hindernis für internationale Fachkräfte

Deutsch als Arbeitssprache stellt für viele Fachkräfte aus dem Ausland eine Herausforderung dar. Wer nicht über ausreichende Sprachkenntnisse verfügt, hat es schwer, sich beruflich und gesellschaftlich zu integrieren. Besonders in technologieorientierten Branchen kann die Sprachbarriere ein entscheidender Faktor sein.
 

Hohe Lebenshaltungskosten und steuerliche Nachteile

Deutschland bietet zwar interessante Karrieremöglichkeiten, doch gerade in Metropolen wie München oder Frankfurt sind die Lebenshaltungskosten hoch. Auch die Steuerlast wird von internationalen Fachkräften häufig als Nachteil empfunden, insbesondere im Vergleich zu anderen Zielländern.

Fehlende langfristige Perspektiven für internationale Absolvent:innen

Viele ausländische Studierende entscheiden sich für ein Studium in Deutschland, doch ein Großteil verlässt das Land nach dem Abschluss wieder. Strenge Aufenthaltsregelungen, begrenzte Karrierechancen und fehlende Unterstützung beim Berufseinstieg tragen dazu bei, dass Talente nicht dauerhaft bleiben.
 

Langwierige Anerkennung ausländischer Abschlüsse

In regulierten Berufen wie dem Gesundheitswesen oder Ingenieurwesen müssen Fachkräfte ihre Abschlüsse in Deutschland anerkennen lassen – ein oft langwieriger und bürokratischer Prozess. Ohne diese Anerkennung ist der Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt kaum möglich, was viele qualifizierte Talente abschreckt.

Ein Blick auf die Nachbarn: Was die Niederlande im internationalen Recruiting besser machen

Global Recruiting Netzwerk

Während Deutschland mit bürokratischen Hürden und langwierigen Verfahren kämpft, zeigen andere Länder, dass es auch anders geht. Die Niederlande, als kleines Land mit hohem Bedarf an Fachkräften, gelten als Vorreiter in der internationalen Personalbeschaffung. In den letzten zehn Jahren hat YER gezielt Talente aus Indien, der Türkei und Brasilien rekrutiert, um den steigenden Bedarf an Fachkräften zu decken.

Mehr als 1.500 Fachkräfte aus 73 Ländern wurden bereits eingestellt. Der Fokus liegt auf Ländern, deren sozioökonomische Situation knapp unter westlichen Standards liegt, um qualifizierte Expert:innen anzusprechen, die in ihren Heimatländern bereits für renommierte Unternehmen tätig sind.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die gezielte Unterstützung internationaler Fachkräfte durch spezialisierte Expat-Services. Diese umfassen nicht nur die Beantragung des Visums, sondern auch Hilfe bei der Wohnungssuche, Unterstützung bei Behördengängen sowie die soziale Integration durch gezielte Programme. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass Unternehmen internationale Talente effizienter in den Arbeitsmarkt einbinden können.

Deutschland kann von diesen Ansätzen lernen, insbesondere im Bereich der administrativen Vereinfachung und der schnelleren Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Eine proaktive und strukturierte Herangehensweise beim internationalen Recruiting spielt bei der professionellen Anwerbung und langfristigen Bindung von Fachkräften eine entscheidende Rolle.

Vier Strategien für erfolgreiches Global Recruiting

Wer sich frühzeitig auf Global Recruiting einstellt, profitiert nicht nur von einem größeren Talentpool, sondern auch von einer diverseren und innovativeren Belegschaft. Hier sind vier Strategien, um Ihre internationale Rekrutierung zu optimieren:

1. Internationale Talentpools aktiv nutzen

Wer weltweit Fachkräfte gewinnen will, muss gezielt nach den besten Talenten suchen – und das geht am besten durch eine Kombination aus verschiedenen Recruiting-Kanälen:

  • Globale Jobplattformen wie LinkedIn oder Indeed
  • Kooperationen mit Universitäten, um frühzeitig internationale Absolvent:innen anzusprechen
  • Spezialisierte Headhunter mit Erfahrung im internationalen Recruiting
  • Talentnetzwerke und Expat-Communitys, um bereits nach Deutschland gezogene Fachkräfte anzusprechen
     

2. Optimierte Relocation-Prozesse

Ein häufiger Grund, warum internationale Fachkräfte sich gegen Deutschland entscheiden, sind komplizierte Visaprozesse und mangelnde Unterstützung beim Umzug. Unternehmen, die hier aktiv helfen, haben einen klaren Vorteil.

  • Schnelle Visa- und Arbeitserlaubnisprozesse durch enge Zusammenarbeit mit Behörden
  • Relocation-Pakete mit Unterstützung bei Wohnungssuche und Behördengängen
  • Willkommensprogramme mit internen Mentor:innen für eine leichtere Eingewöhnung
  • Steuerliche Unterstützung, um finanzielle Hürden zu reduzieren

Tipp: Plattformen wie das "Make-it-in-Germany"-Portal bieten wertvolle Ressourcen für Unternehmen und Fachkräfte, um den Einstieg zu erleichtern. Eine Zusammenarbeit mit Relocation-Agenturen kann Prozesse zusätzlich beschleunigen.

3. Kulturelle Integration aktiv fördern

Ein offenes und integratives Arbeitsumfeld ist essenziell, damit internationale Fachkräfte sich schnell einleben und dauerhaft im Unternehmen bleiben. Neben einer positiven Unternehmenskultur sind konkrete Maßnahmen gefragt:

  • Englisch als Unternehmenssprache etablieren – Besonders in technologiegetriebenen Branchen senkt dies die Einstiegshürden und erweitert den Talentpool.
  • Interkulturelle Trainings für Führungskräfte und Teams anbieten – Schulungen helfen, kulturelle Unterschiede zu verstehen und eine wertschätzende Zusammenarbeit zu fördern.
  • Strukturiertes Onboarding mit Mentoring kombinieren – Willkommensprogramme mit internen Mentor:innen erleichtern die Einarbeitung und fördern den sozialen Anschluss.
  • Unterstützung bei Wohnungssuche und Visafragen bieten – Einfache Prozesse und Hilfestellungen sorgen für einen stressfreien Start.
  • Familienintegration aktiv unterstützen – Hilfe bei Kita- und Schulplatzsuche verbessert die Rahmenbedingungen und erhöht die langfristige Bindung.
     

4. Nachhaltige Karriereentwicklung

Die größte Herausforderung im internationalen Recruiting ist nicht nur die Akquise von Fachkräften, sondern auch deren dauerhafte Beschäftigung. Wer keine Perspektiven bietet, riskiert hohe Fluktuation.

  • Klare Karrierepfade mit Weiterentwicklungsmöglichkeiten
  • Gezielte Weiterbildung, um ausländische Abschlüsse an deutsche Anforderungen anzupassen
  • Hybride Arbeitsmodelle, um den Wechsel in ein neues Land zu erleichtern
  • Stärkere Einbindung in Führungspositionen

Tipp: Programme zur Talentförderung und Weiterbildung können Unternehmen helfen, qualifizierte Fachkräfte im Unternehmen zu halten – gerade in Branchen mit hoher Fluktuation.

Branchenspezifische Herausforderungen und Lösungen im Global Recruiting

Nicht jede Branche in Deutschland ist in gleichem Maße vom Fachkräftemangel betroffen – und nicht jede Branche benötigt die gleiche Rekrutierungsstrategie. Ein maßgeschneiderter Ansatz ist deshalb unerlässlich.

IT & Tech: Global vernetzt, aber umkämpft

Hochqualifizierte IT-Expert:innen sind weltweit gefragt, und viele Unternehmen setzen bereits auf internationale Talente und Remote-Arbeit. Doch deutsche Unternehmen bestehen oft auf Deutsch als Arbeitssprache und sind bei Remote-First-Modellen weniger flexibel.

Eine stärkere Nutzung von Active Sourcing über LinkedIn und Tech-Communities sowie gezielte Anwerbestrategien in Märkten mit einem Überschuss an IT-Fachkräften könnten Abhilfe schaffen. Zudem kann eine stärkere Verankerung von Englisch als Unternehmenssprache die Hürden für internationale Talente senken.

Engineering: Top-Talente, aber hohe Hürden

Ingenieur:innen zählen weltweit zu den gefragtesten Fachkräften, doch langwierige Anerkennungsverfahren und komplizierte Visa-Prozesse verzögern den Einstieg in Deutschland.

Kooperationen mit ausländischen Universitäten, beschleunigte Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse und steuerliche Anreize für hochqualifizierte Fachkräfte könnten dazu beitragen, Deutschland als attraktiven Standort für Ingenieur:innen zu stärken.

Energiewirtschaft & Green Tech: Schlüsselbranche mit Fachkräftemangel

Die Energiewende und der wachsende Innovationsdruck steigern den Bedarf an Expert:innen für erneuerbare Energien.

Kooperationen mit Fachkräften aus Ländern mit starkem Green-Tech-Sektor, wie Skandinavien oder Kanada, könnten den Zugang zu qualifiziertem Personal erleichtern. Zusätzlich sind flexible Arbeitsmodelle gefragt, um internationale Expert:innen für Projekte zu gewinnen, die oft global ausgerichtet sind.

Gesundheitswesen: Hoher Bedarf, aber Sprachbarrieren

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen benötigen dringend Fachkräfte aus dem Ausland, doch ohne deutsche Sprachkenntnisse ist ein Einsatz kaum möglich. Anerkennungsverfahren dauern zudem oft zu lange.

Sprach- und Integrationsprogramme vor der Einreise sowie beschleunigte Zertifizierungsprozesse könnten es internationalen Fachkräften erleichtern, schneller in den deutschen Arbeitsmarkt einzutreten. Zudem helfen gezielte Anwerbestrategien dabei, medizinisches Personal frühzeitig auf den deutschen Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Yer Group

Die YER Personalberatung bietet individuell zugeschnittene Recruiting-Strategien, um Unternehmen gezielt bei der Suche nach internationalen Fachkräften zu unterstützen. Durch die Eingliederung von AVANTGARDE Experts und Staffxperts in die YER Group entsteht ein erweitertes Netzwerk für die Bereiche Tech, Mobility und Energy. Unternehmen profitieren von dieser strategischen Partnerschaft durch einen verbesserten Zugang zu internationalen Talenten sowie spezialisierter Branchenexpertise.

Globales Recruiting mit den richtigen Partnern meistern

Klar ist: Der Fachkräftemangel lässt sich nicht allein durch lokale Recruiting-Maßnahmen lösen. Unternehmen, die langfristig erfolgreich sein wollen, müssen global denken.

International aufgestellte Personalberatungen helfen genau dabei:

  • Spezialisierte Netzwerke für internationales Recruiting
  • Branchenübergreifende Lösungen, die auf individuelle Anforderungen zugeschnitten sind
  • Strategische Beratung, um Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig zu machen
  • Gezielte Services für ausländische Kandidat:innen

Bildnachweis: Titelbild: Impact Photography/stock.adobe.com, Bild 2: N Hiraman/peopleimages.com/stock.adobe.com, Bild 3: SolaruS/stock.adobe.com

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